Zähneputzen wird edel: Philips Sonicare DiamondClean Black Edition

Ich bilde mir ein, recht technikaffin zu sein. Und dennoch habe ich bis vor rund drei Wochen meine Zähne ausschließlich mit einer ganz normalen Handzahnbürste geputzt. 31 Jahre musste ich alt werden, um dank Prinz-Tester zum ersten Mal im Leben eine elektrische Zahnbürste auszuprobieren. Und dann auch noch so ein Schmuckstück: die neue Philips Sonicare DiamondClean Black Edition. Das einzigartige schwarze Design ist zwischen all den weißen elektrischen Zahnbürsten, die es sonst im Handel gibt, ein echter Hingucker. Aber ich bin skeptisch, kann mir nicht vorstellen, dass ich doch noch Fan einer elektrischen Zahnbürste werden kann und dass die Putzleistung einer elektrischen Zahnbürste tatsächlich so viel besser als die einer Handzahnbürste sein kann. Deshalb überlege ich, ob ich tatsächlich bereit bin, den Pfand von 99,99 Euro für die Teilnahme an diesem Produkttest zu zahlen. Noch bevor ich die neue Philips Sonicare DiamondClean Black Edition in den Händen halte, bin ich mir sicher, dass ich sie am Ende des Testzeitraums zurücksenden werde, um den Pfandbetrag zurückzuerhalten. Wer ist schon so verrückt und gibt so viel Geld für eine Zahnbürste aus? Und wer ist erst so verrückt, dass er 199,99 Euro gemäß unverbindlicher Preisempfehlung dafür ausgibt? Ich bin davon überzeugt, dass keine Zahnbürste der Welt so viel wert sein kann – und sei sie noch so hübsch anzusehen.

Und dann halte ich sie in den Händen. Design und Haptik hauen mich vom Hocker. Und auch die Ladestation ist etwas ganz Besonderes und habe ich in dieser Form noch nicht gesehen. Das Aufladen kann auf zweierlei Art erfolgen: Zuhause wird die Zahnbürste in ein Ladeglas mit Induktionstechnologie gestellt. Das Glas dient zugleich als Zahnputzbecher. Unterwegs kann die Zahnbürste in einem ebenso formschönen USB-Reiseetui verstaut und am Laptop oder an der Steckdose aufgeladen werden. Eine Ladevorgang gewährleistet eine dreiwöchige Nutzungsdauer. Für’s Erste lade ich die Zahnbürste im Ladeglas auf. Ich traue mich nicht recht, das Ladeglas auf dem Waschbeckenrand stehen zu lassen: Was, wenn ich das Glas aus Versehen herunterstoße? Und auch die Gefahr, dass die an die Steckdose angeschlossene Basis, auf der das Ladeglas samt Zahnbürste steht, möglicherweise mit Wasser in Berührung kommt, stimmt mich etwas ängstlich. Deshalb stelle ich alles in sicherer Entfernung vom Wasserhahn auf den Badezimmerschrank und stelle fest, dass man dort von der edlen Zahnbürste nur noch wenig sieht.

Zahnbürste

Während des Ladevorgangs mache ich mich über die Zahnbürste mit beigelegter Betriebsanleitung schlau:

Bei der Philips Sonicare DiamondClean Black Edition handelt es sich um eine Schallzahnbürste. Sie verfügt also über einen Bürstenkopf, der einer normalen Handzahnbürste sehr nahe kommt. Philips verspricht weißere und gesündere Zähne in nur einer Woche. Die Schallzahnbürste entferne bis zu siebenmal mehr Plaque als eine Handzahnbürste. Sie verfügt gleich über fünf unterschiedliche Putzmodi:

Clean: Standardbetrieb, optimal zur Plaque-Entfernung (2 Minuten)
White: Weiß-Modus zur Entfernung oberflächlicher Verfärbungen und zum Aufhellen und Polieren der Vorderzähne (2:30 Minuten)
Polish: Polier-Modus zum Aufhellen und Polieren der Vorderzähne (0:30 Minuten)
Gum Care: Zahnfleischpflege-Modus – Kombination des Clean-Modus mit einer zusätzlichen Minute für die Stimulierung und Massage des Zahnfleisches (3 Minuten)
Sensitive: Sanfter Modus für empfindliche Zähne und empfindliches Zahnfleisch (2 Minuten)

Der Wechsel zwischen den Putzmodi gelingt einfach durch mehrfaches kurzes Drücken auf den An-/Ausschalter. Eine Leuchtanzeige weist auf die gewählte Betriebsart hin.

Ein integrierter Intervalltimer sorgt für ein kurzes akustisches Signal gefolgt von einer kurzen Pause, damit alle vier Abschnitte des Mundes gleichermaßen geputzt werden. Je nach Putzmodus ertönt das Signal nach unterschiedlich langen Intervallen während des Putzens.

Die Zahnbürste ist aufgeladen und das erste Zähneputzen steht bevor. Die erste Verwendung der Zahnbürste lehrt mich dreierlei:

1. Die mit Wasser befeuchtete und mit Zahnpasta bestückte Zahnbürste sollte erst im Mund angeschaltet erden, sonst wird die Zahnpasta durch das ganze Badezimmer geschleudert und nichts davon landet an den Zähnen. Im Folgenden bedarf es noch einiger Putzdurchläufe, bis mir die Zahnpasta nicht mehr unmittelbar nach dem Anschalten im Mund doch von der Bürste und aus dem Mund flutscht.

2. Kommt man mit dem vibrierenden Kunststoffrücken der Zahnbürste an die Zähne, wähnt man sich ob der entstehenden Geräusche kurzzeitig in einer Zahnarztpraxis. Man sollte demnach eine Berührung der den geputzten Zähnen gegenüberliegenden Zahnleiste vermeiden.

3. Meine Mundschlussmotorik setzt aus. Ich sabbere. Ich habe nicht die gleiche Kontrolle über mich und meine Mundschlussmotorik wie mit einer Handzahnbürste. Ein Entfernen vom Waschbecken während des Zähneputzens ist demnach nur dann möglich, wenn man bereit ist, hinterher gleich noch den Fußboden der Wohnung zu wienern.

Es bedarf einiger Tage, bis ich mich im Umgang mit der Schallzahnbürste sicherer fühle. Trotz der drei Lektionen gleich zu Beginn der Verwendung des Geräts macht mir das Zähneputzen unheimlich viel Spaß. Zähneputzen macht Spaß? Ja, mit der Philips Sonicare DiamondClean Black Edition bereitet das Zähneputzen Freude. Der White-Modus stellt sich nach Durchprobieren aller Modi schnell als mein Favorit heraus. Schon nach dem ersten Putzen habe ich tatsächlich das Gefühl, die Zähne seien sauberer als nach dem Putzen mit meiner herkömmlichen Handzahnbürste. Nach nicht einmal einer Woche meine ich, dass meine Zähne tatsächlich etwas weißer als zuvor sind. Nach dem Putzen fühlen sich die Zähne glatt an – es ist ein tolles Gefühl, mit der Zunge über die Zähne zu fahren. Auch die Reinigung der Zahnzwischenräume gelingt spielend einfach. Kann Zähneputzen einen Suchtfaktor bekommen?

Zwischenzeitlich habe ich die Schallzahnbürste auch im Reiseetui transportiert und darin am PC aufgeladen. Auch das funktioniert einwandfrei. Einziges Manko: Im geschlossenen Reiseetui trocknet ein noch von feuchter Bürstenkopf nicht gut.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist der kleine Abstand zwischen Handteil und Bürstenaufsatz. Die Begutachtung anderer elektrischer Zahnbürsten im Drogeriemarkt meines Vertrauens lehrte mich, dass dort Bürstenaufsatz und Handteil ohne Zwischenraum bündig schließen. Meine Befürchtung, dass sich dort im Laufe der Zeit möglicherweise Ablagerungen bilden, kann nach dem rund dreiwöchigen Testzeitraum noch nicht bestätigt werden. Die Reinigung ist einfach und unkompliziert, außerdem kann man Bürstenaufsatz und Handteil zur gründlichen Reinigung problemlos auseinandernehmen.

Zähneputzen macht zwar mit der Philips Sonicare DiamondClean Black Edition nun sehr viel Spaß und auch das Putzergebnis überzeugt ausnahmslos, wird jedoch bei dem Gerätepreis (und seien es „nur“ die 99,99 Euro, die ich als Tester als Pfand hinterlegt habe und für die ich die Zahnbürste auch auf Wunsch behalten darf) und bei einem Preis von 27,99 Euro (bei Amazon) für ein Viererset Bürstenaufsätze zu einem wesentlich teureren Vergnügen als mit einer normalen Handzahnbürste. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist mit rund 80,00 Euro allerdings auch kein Schnäppchen und wesentlich unangenehmer. Deshalb tue ich das, was ich zu Beginn des Testzeitraums selbst nicht erwartet hätte: Ich behalte die Philips Sonicare DiamondClean Black Edition, da mich das exklusive Design und die Putzleistung wirklich überzeugt haben. Hoffen wir mal, dass mir nicht eines Tages durch ein Ungeschick das Ladeglas herunterfällt – sonst wird der Zahnputzspaß noch teurer 😉

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